Intention

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) widmet sich mit der Förderaktivität "Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse" zum Einen der Beseitigung von Defiziten im Bereich der Hochwasservorsorge und des Hochwassermanagements und zum Anderen der Verbesserung des Verständnisses von Hochwasserereignissen. Dazu gehört vor allem die integrierte und umfassende Analyse vergangener Hochwasserereignisse.

Das unter der Leitung von Prof. Dr. rer. nat. habil. Uwe Grünewald in enger Kooperation mit dem Privaten Institut für Wasser und Umwelt e.V. (DHI) laufende Vorhaben leistet in diesem Zusammenhang einen Beitrag zur besseren Analyse und Bewertung von Hochwasserrisiken sowie zur Risikokommunikation in der Gesellschaft. Zeigte und zeigt sich doch, selbst in dem, im Jahre 2002 erheblich betroffenen Betrachtungsraum Oberes Elbtal, dass viele der in der Vergangenheit aufgetretenen Hochwasser dem Großteil der Öffentlichkeit bis hin zu regionalen und überregionalen Entscheidungsträgern unbekannt waren und teilweise noch sind.

Insofern soll das Vorhaben wesentlich dazu beitragen, das verschüttete „historische Gedächtnis“ aufzufrischen, Aufklärungsarbeit zu leisten, in der Öffentlichkeit geführte Diskussionen zu versachlichen und das Hochwasserbewusstsein als wesentliches Element der Hochwasservorsorge zu schärfen.

Thematik

Das Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse wird zum jetzigen Zeitpunkt auf der Basis der Festlegung eines Extremwertereignisses, das mit einer dem Schutzgrad entsprechenden Wahrscheinlichkeit belegt ist, realisiert. In dieser Risikoformulierung wird nicht differenziert nach Art und Geschwindigkeit des Ereignisses. Solch ein Risikomanagement berücksichtigt nicht, ob es sich um eine Sturzflut handelt, ein Sommer- oder Winterhochwasser, oder ob ein Hochwasser nur von kurzer Dauer ist, oder es über einen längeren Zeitraum eine Stadt oder eine Region beeinträchtigt.

Anliegen des Projektes ist deshalb, je nach zeitlicher und räumlicher Auflösung der Datenlage, im betrachteten Einzugsgebiet 1D-Modelle mit Niederschlags- Abflussmodellierung und großräumige 2D-Modelle zu etablieren. Im Ergebnis entsteht ein Modell, das basierend auf einem besseren hydraulisch / hydrologischen Verständnis der Landschaft, im Zusammenwirken mit einer verbesserten Extremwertstatistik, in der Lage ist, die Überschwemmungsdynamik abzubilden. Das Risikomanagement bedient sich dieses Modells und soll so über die Ausweisung von Überschwemmungsbereichen zu einer angepassten und verbesserten Risiko- und Verhaltensvorsorge beitragen.

Diese Seite basiert auf XHTML 1.1 und CSS. Sie entspricht den Anforderungen an einen barrierefreien Web-Auftritt entsprechend der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV). Zur Nutzung sind keine Erweiterungen oder Scriptsprachen nötig.
Valid XHTML 1.1! Valid CSS!
Letzte Änderung:11.07.2006, Kontakt: webmaster